Die Musen waren Töchter des Zeus und der Titanin
Mnemosyne und galten als Göttinnen der schönen
Künste, der Musik und Literatur, später auch der geistigen
Beschäftigungen im weiteren Sinne wie der
Geschichte, der Philosophie und Astronomie.
Die bekannten Namen der neun Musen wurden später
mit einzelnen Funktionen verknüpft, die den gesamten
Umkreis der als musisch geltenden Künste umfassten
und durch entsprechende Attribute wie Flöten, Masken,
Lyra und Weinlaub zum Ausdruck kamen.
Da die Musen im Laufe der Zeit zu Beschützerinnen alles
Geistigen wurden, treffen wir ihre verschiedentlich
bezeugten Kulte vor allem im Zusammenhang mit Stätten
des geistigen Lebens. Schulen, Gymnasien und Zirkel von
Philosophen unterstellten sich dem Schutz der Musen
und ließen ihnen Statuen errichten.
Es gab auch nach den Musen benannte Schulfeste
(MUSEIA), bei denen die Schüler zeigen konnten,
was sie gelernt hatten.